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Wenn jedes Gramm zählt – wie die ultraleichte Flugtasche „Carry Me Lightly“ entstand

  • 18. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 6 Tagen



Sommer 2025 – als der Urlaub auf der Kippe stand


Die Reise war bereits geplant, in sechs Wochen sollte es los gehen. Dann die ernüchternde Zahl: Unser Havaneser Pookie wog stattliche 8,0 Kilogramm! Genau so viel, wie viele Airlines als Maximalgewicht für Hund inklusive Flugtasche erlauben. Spielraum: Null. Das hieß Alarmstufe rot.

Wir entschieden uns für ein zweigleisiges Vorgehen: eine vorsichtige Diät für Pookie – und die Suche nach einer Transporttasche, die so leicht ist, dass sie praktisch nicht ins Gewicht fällt. Der Markt bot damals wenig Hoffnung: Die meisten Kabinentaschen wogen zwischen 1,2 und 2,4 Kilogramm. Für Hunde an der Gewichtsgrenze bedeutete das automatisch: Frachtraum oder zuhause bleiben, beides keine Option für uns.



Nähen, testen, verwerfen – und wieder von vorn


Also begannen wir zu nähen. Erst aus der Notwendigkeit, dann mit wachsendem Ehrgeiz. Tasche um Tasche entstand, wurde angepasst, verworfen, neu gedacht. Erst der sechste oder siebte Entwurf erfüllte alle Anforderungen.



Erste Prototypen der ultraleichten Flugtasche für Hunde
Die ersten Prototypen der ultraleichten Flugtasche entstanden noch am Küchentisch

Mit dieser superleichten Tasche – sie wog mit Bodenplatte am Ende gerade einmal 340 Gramm – traten wir den ersten Flug an. Das Gesamtgewicht: exakt 8,0 Kilogramm. Die Tasche wurde am Check-in-Schalter akzeptiert: die Maße stimmten, die Ausgestaltung wurde ohne Diskussion durchgewunken. Pookie durfte mit in die Kabine! Für uns war das nach all’ dem Einsatz ein sehr bewegender Moment – und die Tasche im Leo-Muster der Hingucker im Flughafen.


Die Gepäckwaage am Flugschalter zeigt für den Hund mit Tasche 8,0 kg
Punktlandung: Hund und Flugtasche wiegen 8 kg


Vom Einzelstück zur Kabinentasche für alle


Schnell war klar: Wenn Pookie mit dieser ultraleichten Tasche in der Kabine mitfliegen durfte, dann sollten auch andere Hunde an der Gewichtsgrenze diese Chance haben. Also nähten wir weiter. Und nähten.


Was von außen leicht aussieht, bedeutete im Hintergrund – neben dem eigentlichen Nähen – unzählige Schritte: Schutz unserer Idee, organisatorische Absicherung, Aufbau einer Website, rechtliche Anforderungen – bis hin zu Dingen, an die man vorher nie denkt, wie etwa die Anmeldung bei einem Entsorger für Verpackungsmaterial.


Parallel dazu zeigten wir die ultraleichte Tasche auf Social Media. Die Resonanz erfolgte umgehend. Die ersten Kundinnen und Kunden vertrauten uns – und wir waren ehrlich überwältigt von der starken Nachfrage.



Die ersten Modelle der ultraleichten Flugtasche für Hunde aus 2025
Die ersten Modelle der ultraleichten Flugtasche aus 2025


Der Wendepunkt – und eine Nachtschicht


Ein Problem blieb: Jede Tasche wird in vielen Stunden sehr aufwändig handgenäht. Das kostet richtig Zeit. Und dann kamen noch die ersten Anfragen wie: „Könnt ihr nicht auch eine ultraleichte Tasche entwerfen, die man im Urlaub auch als Körbchen nutzen kann?“

Wir dachten intensiv nach. Etwa zeitgleich verschärfte auch noch eine Airline ihre Vorgaben für das Verstauen der Flugtasche unter dem Vordersitz. Das war der letzte Impuls: im November entstand in einer Nachtschicht das neue Modell: Carry Me Lightly 2.0.



Carry Me Lightly 2.0 – durchdacht bis ins Detail


Die neue Tasche ist sowohl in aufrechter als auch in gekippter Position auslaufsicher, lässt sich sicher unter dem Vordersitz platzieren und bietet einen entscheidenden Mehrwert: Mit eingeklapptem Seitenteil und einem kuscheligen Inlett wird sie unterwegs zum vertrauten, komfortablen Reisebett. So spart man den Platz und das Gewicht eines zusätzliches Körbchens im Gepäck. Eine Kofferlasche sorgt nun serienmäßig dafür, dass sich die Tasche bequem auf einem Kabinentrolley schieben lässt.


Auch diese Testflüge verliefen wieder erfolgreich. Und die Tasche wirkte so leicht, dass sie gar nicht erst gewogen wurde.


Pookie in der Carry Me Lightly 2.0 als Reisebett mit Kuschel-inlett
Pookie in der Carry Me Lightly 2.0 als Reisebett mit Kuschel-Inlett


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